FOTOGRAFIE

Ich fotografiere seit meinem 16. Lebensjahr. Damals hatte ich mir von meinem ersten ersparten Geld eine EXAKTA VX1000 gekauft mit ein paar einfachen Objektiven. Leider wurde mir dieses Erinnerungsstück vor einigen Jahren gestohlen...

Es folgte eine ROLLEIFLEX, mit der ich nie richtig warm wurde, weil sie immer wieder Probleme mit dem Filmtransport hatte. Außerdem verharzten die Blendenlamellen der Rollei-Objektive ziemlich schnell. Viel mehr Glück hatte ich mit der PENTAX LX, eigentlich primär für's Unterwassergehäuse gekauft, aber auch im Überwasser-Einsatz dank der dazugehörigen hervorragenden Objekte eine Spitzenkamera. Sie funtioniert noch heute. Dazu kam bald eine PENTAX Z1, danach die Z1 P. Autofocus war auf dem Vormarsch, und ich fand es ganz geschickt.

1999 begann ich mit der digitalen Fotografie, zunächst mit einer NIKON COOLPIX 950. 2002 kam noch eine NIKON COOLPIX 5000 dazu, die im HUGY-Gehäuse auch ein paar Unterwasser-Erfahrungen gemacht hat. Doch so ganz konnten diese Kameras unter Wasser nicht überzeugen. Die Auslöseverzögerung war eindeutig zu lang.

Im Herbst 2003 schließlich kaufte ich meine erste digitale Spiegelreflex, die PENTAX istD, die lange meine Lieblingskamera war. Dem rasanten Fortschritt folgend ging's weiter mit der PENTAX K10D, dann K7, K5, K3 und letztlich die vollformatige K1. Aber die benutze ich nur über Wasser.

Was ich an Pentax so schätze ist die Anschluss-Kompatibilität für die Objektive. Noch heute verwende ich Objektive, die ich vor fast 40 Jahren eingekauft habe. Noch nie hat mich eines dieser Objektive im Stich gelassen. Klar, es gab auch mal die eine oder andere Autofocus-Korrektur und auch an der K7 gab's mal was zu reparieren, aber insgesamt muss ich sagen bin ich mit meinem Equipment mehr als zufrieden. Die fotografischen Ergebnisse kann man sich in den Bildergalerien anschauen...

Inzwischen sind auch die meisten meiner Dias eingescannt. Als absolut solides Werkzeug diente mir hierfür fast 20 Jahre lang ein NIKON COOLSCAN 4000. Leider hat er inzwischen seinen Geist definitv aufgegeben, und mit den aktuellen Plastik-Scannern kann ich mich nicht so ganz anfreunden. Was jetzt noch so vereinzelt an Dia-Digitalisierungen anfällt, erledige ich mit Makro-Objektiv und Leuchttisch. Klappt ganz gut und ist billig.

Auf Ancient Korinth
Mit Lara auf der Burg von Ancient Korinth

Bilder der Welt in der Welt der Bilder, in der es längst keine Wahrheit mehr gibt, dennoch erfreut sich des Menschen Seele, weil sie die schönen Dinge liebt.

UNTERWASSER - FOTOGRAFIE

Tauchen und Unterwasser-Fotografie waren für mich eins. Kaum war die erste Taucherprüfung überstanden, wurde die erste Unterwasserkamera angeschafft, eine Nikonos III mit dem 35 mm Objektiv. Nun, die Ergebnisse waren bescheiden, deshalb musste bald das 15 mm UW-Nikkor her, ein Spitzenobjektiv, speziell für den UW-Einsatz entwickelt, nahezu verzeichnungsfrei und immer knackescharf. Aber mich interessierte ja primär Makro. Das ließ sich mit der Nikonos nicht richtig bewerkstelligen, also kam ein Unterwassergehäuse von René Hugenschmidt für meine Pentax LX dazu. René setzte all meine Ideen rasch und professionell um. Somit war eine ideale Kombination entstanden, mit der sich all meine fotografischen Vorstellungen umsetzen ließen. Als dann noch die Nikonos V auf den Markt kam und zusammen mit dem 15er meine Weitwinkelambitionen abdeckte, war alles pefekt.

Bei meinen vielen Reisen ans Rote Meer konnte dieses System seine Praxis-Tauglichkeit stets aufs neue beweisen. Im Laufe der Zeit entstand die Idee einen möglichst vollständigen Bilderkatalog der Welt im Riff zu schaffen. Inzwischen ist dieser auf über 10.000 Bilder angewachsen, die meisten davon digitalisiert und bestimmt.

Mit Beginn des digitalen fotografischen Zeitalters hat sich alles geändert. René Hugenschmidt, mit dem mich eine enge Freundschaft verband, machte mir für die NIKON COOLPIX 500 anfang der 2000er ein wunderschönes Gehäuse, doch kaum war es einsatzbereit, hatte sich die Technik bereits weiter entwickelt. Die Kamera-Hersteller lieferten fast in jährlichem Rhythmus neue Modelle mit besserer Auflösung, schnellerem Autofokus und neuem Schnickschnack, da konnte kein UW-Gehäusehersteller mehr mithalten, zumal die Gehäuse alle kameraspezifisch sein sollten. Als René am 01.07.2008 starb, entschloss ich mich, hier nicht weiter zu investieren, sondern mein System solange zu benutzen, bis der letzte Diafilm abverkauft ist.

Nun, ich habe ja schon genug unter Wasser fotografiert. Darum beschränke ich mich heute beim Tauchen auf das Betrachten und Beobachten, und ich muss sagen, es macht (fast) genau so viel Spaß wie das Fotografieren. Einen kleinen Einblick in meine Unterwasserwelt geben die Unterwasser-Galerien.

UW-Fotografie
Beim Fotografieren unter Wasser im Roten Meer

Wassermann und Fisch

Ein Wassermann, ein Wassermann
Der suchte sich `nen Fisch
Und ging mit ihm zum Tauchen dann
So blieben beide frisch!

REISEN

Mein erster Campingbus war ein Mercedes 207 D. 65 PS genügten um uns durch ganz Europa zu karren, und das in einem Luxus, den wir vorher als Ente-Fahrer nicht gewohnt waren. Mit Beginn unseres Tauchzeitalters gewann das Reisen ganz neue Dimensionen. Nach einigen Jahren, in denen wir die europäischen Tauchgebiete in Dänemark, Holland, Spanien, Südfrankreich, Italien, Sardinien und Elba abgegrast hatten, reisten wir per Fähre nach Israel, später nach Ägypten, immer mit dem Campingbus und einem kleinen Tauchanhänger. Das Tauchen stand eindeutig im Vordergrund. Kultur und Geschichte waren mir damals weniger wichtig.

Als meine Frau und ich 1998 Deutschland verließen, sollte sich das ändern. Wenn man in einem anderen Land lebt, bekommt man zwangsläufig auch Kultur und Geschichte mit. Wir verkauften unseren alten Mercedes und erwarben einen 312er Allrad-Sprinter und wanderten nach Ägypten auf die Sinai aus.

Ursel hat dort ihre endgültige Ruhe gefunden, aber für mich gingen die Reisen weiter. Jordanien stellte sich als interessantes Reiseland mit vielen Sehenswürdigkeiten heraus, Syrien bot eine ungeheure Vielzahl von kulturhistorischen Höhepunkten und Ägypten selber mit seinen antiken Stätten im Niltal war eine neue Herausforderung.

Nachdem die Fährverbindung zwischen Griechenland und Israel eingestellt wurde, blieb mir nur noch der Landweg über die Türkei, eine völlig neue, großartige Reise-Welt.

Inzwischen wohnte ich in Griechenland, da war der Sprung in die Türkei nicht so weit. Und Griechenland selber ist natürlich auch in jeder Hinsicht eine Reise wert. Also ging's über diverse griechische Inseln immer mal wieder hinüber in die Türkei, dort kreuz und quer durchs Land, schließlich nach Syrien, Jordanien und auf die Sinai und alles wieder zurück. Da gab es schon einiges zu sehen.

Camping in El Arkana
Camping in El Arkana, Sinai 1982

Wie der Orient zu seinem Namen kam

Weil dem Fremden ohne Führung
hier meist fehlt die Orientierung
wurde das Land, weil unbekannt
kurzerhand ORIENT genannt