ALLIANOI

In Allianoi, 18 km nordöstlich von Bergama gelegen, spielte sich ein archäologisches Drama ab. Das antike Kur- und Hydrotherapiezentrum wurde erst vor einigen Jahren ausgegraben. Die 1800 Jahre alte Anlage war äußerst interessant, und das große Thermalbecken hätte nur weniger Umbauten bedurft um wieder funktionsfähig und einsatzbereit zu sein. Es lud direkt ein zum Baden. Doch dazu wird es nie kommen. Die Ironie des Schicksals besteht darin, das das Hydrotherapiezentrum ausgerechnet Wasser zum Opfer gefallen ist, denn das Tal von Allianoi ist inzwischen ein gewaltiger Stausee. Der Damm von Yortlani war bereits seit langem fertig. All die Mühsal und Arbeit der Archäologen um Dr. Ahmed Yaras war umsonst. Bereits seit November 2005 wird das Wasser gestaut. Am 29. Oktober 2005 hatte die zuständige Denkmalschutzbehörde in Izmir einer Klage gegen die Überflutung von Allianoi noch stattgegeben. Der Yortanlı-Staudamm durfte solange nicht geflutet werden, bis die erforderlichen Schutzmaßnahmen für den antiken Ort abgeschlossen waren. Im Januar 2007 wurde bekannt, dass derselbe Ausschuss der Behörde in einer nichtöffentlichen Sitzung seinen Beschluss revidiert hatte. Inzwischen ist Allianoi geflutet. Es bleiben nur noch die Bilder.

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