AIN DARA - SIMEONSKLOSTER

Abgesehen von der Tatsache, dass sie in der selben Gegend liegen, haben Ain Dara und das Simeonskloster nichts gemeinsam. Ain Dara beherbergt die Reste eines späthetitischen Tempels aus der Zeit des 10. bis 9. Jahrhunderts vor Christus. Etwas abgelegen, nicht sehr groß, aber schön anzuschauen.

Das ins 5. Jahrhundert datierte Simeonskloster dagegen gehört zu den bekanntesten syrischen Sehenswürdigkeiten. Ein Muss sozusagen und entsprechend gut besucht. In diesem Kloster soll einst der heilige Simeon als Asket auf einer Säule gehaust haben. Es gab also auch schon früher beknackte Typen. Der abgelutschte Rest der Säule ist heute noch zu sehen. Die Ruinen der kreuzförmigen Kirche, in deren Mitte der Säulenrest steht, sind allerdings viel imposanter. Insgesamt ein großartiges Areal. 

Aber ich habe keine Ahnung, was davon heute noch existent ist. Bekannt ist mir nur, dass türkische Kampfjets im Januar 2018 den 3000 Jahre alten hethitischen Tempel bombardiert und größtenteils zerstört haben. Warum sie das taten bleibt mir ein Rätsel. Die Türken haben doch selber so viele Kulturdenkmäler, neidet man den Syrern ihre Altertümer? Für mich ist diese Aktion absolut unverständlich, haben doch die Türken u. a. auch hethitische Wurzeln und Hattuscha, die ehemalige Hauptstadt des Hethiterreichs liegt mitten in der Türkei... SOmit zuerstörten sie eigenes Kulturgut.

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