Reisetipps - Naher Osten
Reisetipps Griechenland
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Ich reise gerne, eigentlich überall hin. Aber mein liebstes Reiseziel ist der Nahe Osten. Trotz aller politischer Probleme liebe ich diese Region. Ich mag die Leute, die Landschaft und die Kultur.  Problematisch sind die bürokratischen Hürden, die man überwinden muss um überhaupt dorthin zu gelangen. Schon die Beschaffung der Visa wird oftmals zur Tortur. Manchmal gibts das Visum ganz ohne alle Probleme an der Einreisegrenze, manchmal irgendwo in einer Botschaft oder einem Konsulat, und manchmal gibts gar kein Visum! Das nächste Problem ist das Fahrzeug. Ohne Carnet de Passage läuft meist gar nichts. Aber so ein Carnet ist teuer, nur ein Jahr gültig und der Automobil-Club verlangt eine saftige Hinterlegung. Dann muss das Carnet an den Grenzen umständlich abgestempelt werden, was besonders in Ägypten so richtig toll ist. Und schließlich muss im Carnet in Deutschland wiederum vom Zoll die Rückführung des Fahrzeugs bestätigt werden.

Richtig toll ist's nur beim Zoll!

Und dann die Anreise selbst: Manchmal fahren gleich mehrere Fährschiffe nach Israel, dann gibt's wieder monatelang gar keines - natürlich wegen regionaler Probleme. Das Syrienvisum gibt's für Deutsche übrigens nur in Deutschland - es sei denn man hat seinen Wohnsitz ständig im Ausland - und man darf keinen Stempel aus Israel oder einem der wenigen israelisch-jordanischen Grenzübergänge im Pass haben. Also bleibt für Syrien nur die Anreise auf dem Luft- oder Landweg. Insgesamt ist die Region aber weit besser als ihr Ruf.

Wichtig ist die richtige Vorbereitung.  Man sollte klare Vorstellung von den Distanzen haben und genügend Zeit einplanen. Für Deutschland - Ägypten und zurück mit dem eigenen Fahrzeug per Landweg sollte man mindestens 6, besser 8 Wochen einplanen. Die Reisekosten sind nicht unerheblich. Für einen Campingbus mit 2 Personen kann man locker 4000 € einplanen, hin und zurück, inklusive Fährkosten aber ohne Restaurantbesuche.... Der komplette Landweg via Slowenien, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Griechenland, Türkei, Syrien, Jordanien und dann mit der Fähre nach Ägypten ist kaum billiger, als wenn man zunächst per Fähre von Italien nach Griechenland reist und erst von dort aus richtig losfährt.

Die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln ist ebensowenig ein Problem wie die Spritversorgung (Diesel wie Benzin), und zwar in keinem der Länder. In den arabscihen Ländern gibt es allerdings kaum große Supermärkte, dafür mehr Spaß beim Einkaufen und Feilschen.

Für Haustiere ist die jährliche Tollwutimpfung Voraussetzung. Wir hatten nie echte Probleme mit unseren Hunden, doch wurden die Impfpässe an praktisch jeder arabischen Grenze sorgfältig geprüft. Ein Amtstierärztliches Gesundheitszeugnis wollte dagegen nie jemand sehen, obwohl dies in den ADAC-Empfehlungen für die Region drin steht.

Für die Reisenden selber gibt es dagegen keine Impfvorschriften. Allerdings sollten Tetanus-, Polio- und Diphtherie-Impfung aufgefrischt sein und Hepatitis A- und B-Impfung sind durchaus sinnvoll. Auch sollte man einen gewissen Vorrat an Medikamenten dabei haben, z. B. wie in der Taucherapotheke aufgelistet.

In Euroland gibt es glücklicherweise keine Wechselprobleme mehr. Ansonsten ist es günstiger in den jeweiligen Ländern bei der Einreise einen gewissen Betrag zu tauschen, dabei nicht zu übertreiben, denn in Ägypten beispielsweise ist ein Rücktausch in harte Währung praktisch nicht möglich.

Wie der Orient zu seinem Namen kam...

Weil dem Fremden ohne Führung
hier meist fehlt die Orientierung,
wurde das Land, noch unbekannt
kurzerhand Orient genannt.

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